Der Vorleser

Seiten

Korrespondenz mit Lisl Spielmann betr. eines Artikels in Die Stunde

18.04.1925 – 20.08.1925
Wien

[73.] Lisl Spielmann berichtete Kraus von einem besonders schlimmen Fall von "Skrupellosigkeit und Lügenhaftigkeit" in der Stunde, worin ein Toter zur Zielscheibe einer "schmutzigen Sensation" wurde. (73.1.) Samek beantwortete Spielmanns Schreiben aufgrund der Menge an Arbeit, die die Affäre Békessy verursachte, erst mit viermonatiger Verspätung und ersuchte Lisl Spielmann, ihn zu besuchen. Weiteres geht aus dem Akt nicht hervor.

Korrespondenz mit Egon Friedell betr. eines von Anton Kuh unternommenen Plagiatsversuches

18.03.1926 – 24.03.1926
Wien

[74.] Oskar Samek informierte Egon Friedell, dass Anton Kuh 1924 Friedells Novelette "Kaiser Josef II und seine Geliebte" in der Stunde unter seinem Namen publiziert, also plagiiert habe. Diese Tatsache wollte Samek im Prozess gegen Kuh zur Sprache bringen. Friedell antwortete, dass die besagte Novelette am 10.10.1923 unter seinem Namen in der Stunde erschienen sei. Die Sache wurde nicht weiter verfolgt.